Ich sterbe, aber die Erinnerung bleibt
Autor: Henning Mankell
Verlag: DTV
Deutsch
5.00 CHF
ISBN: 978-3-423-21633-8

Auch Teil des Konvoluts «5 Bücher von Henning Mankell»


"Ich sterbe, aber die Erinnerung bleibt" von Henning Mankell (DTV Verlag) ist ein ungewöhnliches und persönlich gehaltenes Buch, das sich nicht in die typische Kriminalroman-Kategorie einordnen lässt. Es ist keine Fiktion, sondern ein Bericht über Mankells Auseinandersetzung mit seiner eigenen Sterblichkeit, nachdem bei ihm die Diagnose Lungenkrebs gestellt wurde.

Das Buch zeichnet sich durch seine Ehrlichkeit und Direktheit aus. Mankell teilt seine Ängste, Zweifel und Hoffnungen mit dem Leser, ohne sich zu verstellen. Er reflektiert sein Leben, seine Beziehungen und seine Arbeit, aber nicht in einer nostalgischen oder sentimentalen Weise. Stattdessen konzentriert er sich auf die Gegenwart und die Herausforderungen, die seine Krankheit mit sich bringt.

Neben der persönlichen Ebene thematisiert er auch globale und politische Themen, die ihn sein Leben lang beschäftigt haben - sein Engagement in Afrika, seine Beobachtungen zur politischen Lage und seine Reflexionen über die menschliche Existenz. Diese Gedanken sind eng mit seinen Erfahrungen der Krankheit verwoben und zeigen seine fortgesetzte Suche nach Sinn und Bedeutung, selbst angesichts des Todes.

"Ich sterbe, aber die Erinnerung bleibt" ist kein fröhliches Buch, aber es ist ein beeindruckendes und berührendes Zeugnis eines Mannes, der sich seiner Sterblichkeit stellt und dabei seine Würde und seinen scharfen Verstand behält. Es ist weniger ein Abschiedsbrief als ein philosophischer und persönlicher Bericht über Leben, Tod und die Bedeutung von Erinnerungen.