Narcopolis
Autor: Jeet Thayil
Englisch
5.00 CHF
ISBN: 978-0-374-10231-1

Auch Teil des Konvoluts «5 Bücher aus Romane»


Gerne, hier ist eine Beschreibung des Buches "Narcopolis" von Jeet Thayil, veröffentlicht von Faber and Faber:

**Titel:** Narcopolis
**Autor:** Jeet Thayil
**Verlag:** Faber and Faber

"Narcopolis" von Jeet Thayil ist ein hochgelobter und für den Booker Prize nominierter Roman, der den Leser auf eine epische, halluzinatorische und oft verstörende Reise in die Unterwelt von Bombay (heute Mumbai) entführt.

**Inhalt und Themen:**
Das Buch ist eine düstere und lyrische Chronik der Opiumhöhlen und der Menschen, die dort Zuflucht suchen. Die Handlung setzt hauptsächlich in den 1970er Jahren ein, aber der Roman erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte, verfolgt die Veränderungen der Stadt und ihrer Bewohner und blickt auch in die Vergangenheit der Opiumgeschichte Bombays zurück.

Im Zentrum steht Rashid, der Besitzer einer der ältesten Opiumhöhlen Bombays, und eine faszinierende Gruppe von Charakteren, die sein Etablissement frequentieren. Dazu gehören Dimple, eine transsexuelle Prostituierte; ein pakistanischer Maler; und eine Vielzahl von Süchtigen, Künstlern und Aussenseitern, deren Leben untrennbar mit dem Rauschmittel verbunden ist.

Thayil erforscht meisterhaft Themen wie:
* **Sucht und Abhängigkeit:** Die psychischen und physischen Auswirkungen des Opiumkonsums werden detailliert und ungeschönt dargestellt.
* **Erinnerung und Vergessenheit:** Das Opium dient oft als Mittel zur Flucht vor der Realität und zur Schaffung einer eigenen, verzerrten Erinnerungswelt.
* **Identität und Verlust:** Die Charaktere ringen mit ihrer Identität in einer sich schnell verändernden Stadt und verlieren sich oft in den Tiefen ihrer Sucht.
* **Die Stadt Bombay/Mumbai:** Der Roman ist auch eine Hommage an und eine Abrechnung mit der Metamorphose der Stadt - von einem brodelnden Schmelztiegel der Kulturen zu einer modernen Megacity, die ihre alten Schattenseiten nicht ganz ablegen kann.

**Stil und Atmosphäre:**
Jeet Thayils Schreibstil ist dicht, poetisch und oft hypnotisch, was die rauschhafte Erfahrung seiner Charaktere widerspiegelt. Die Sprache ist reich an Bildern und Details, manchmal verstörend, aber immer fesselnd. Der Roman ist nicht-linear aufgebaut, verwebt verschiedene Perspektiven und Zeitebenen, was zu einer komplexen und vielschichtigen Erzählung führt. Es ist ein tiefgründiges, mutiges und literarisch anspruchsvolles Werk, das den Leser in eine unvergessliche Welt voller Schönheit, Verzweiflung und menschlicher Widerstandsfähigkeit zieht.

"Narcopolis" ist ein herausforderndes, aber zutiefst lohnendes Leseerlebnis für alle, die sich für tiefgehende Charakterstudien, die Erforschung von Sucht und die Darstellung einer sich wandelnden Metropole interessiere