Der Roman «Grosse, kleine Schwester» von Peter Härtling erzählt die Lebensgeschichte der zwei Schwestern Ruth und Lea vor dem Hintergrund des 20. Jahrhunderts. Die Erzählung spannt einen Bogen von ihrer Kindheit im mährischen Brünn über die Schrecken des Zweiten Weltkriegs bis hin zum gemeinsamen Altern in Westdeutschland. Härtling verwebt dabei persönliche Erinnerungen mit zeitgeschichtlichen Ereignissen zu einem einfühlsamen Familienporträt. Das Werk beleuchtet die tiefe, oft schwierige Bindung zwischen den beiden ungleichen Frauen über Jahrzehnte hinweg.