Der Sammelband Fragment und Totalität untersucht das dialektische Verhältnis zwischen dem Bruchstückhaften und dem Ganzen in Literatur, Kunst und Philosophie. Die Beiträge gehen der Frage nach, wie das Fragment als Formprinzip der Moderne die Sehnsucht nach Ganzheit sowohl herausfordert als auch
reflektiert. Dabei werden verschiedene Epochen und Gattungen analysiert, um die ästhetische Wirksamkeit des Unabgeschlossenen aufzuzeigen. Das Werk stellt eine grundlegende Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen moderner Ästhetik dar.
Dieses wegweisende Werk von Lucien Dällenbach untersucht das Phänomen der ""Mise en abyme"" in der Literatur, also die Spiegelung einer Erzählung innerhalb ihrer selbst. Der Autor analysiert systematisch die verschiedenen Formen und Funktionen dieser narrativen Technik von der Klassik bis zur Moderne.
Dällenbachs Studie gilt als Standardwerk der Literaturtheorie und bietet tiefe Einblicke in die Struktur von Erzähltexten. Es ist ein unverzichtbares Buch für alle, die sich mit Narratologie und der Reflexivität von Texten auseinandersetzen möchten.
Dieses Werk von Francesco Orlando gilt als ein Meilenstein der psychoanalytischen Literaturtheorie. Der Autor wendet Freuds Erkenntnisse über das Unbewusste und den Witz auf literarische Texte an, um eine formale Theorie der literarischen Sprache zu entwickeln. Dabei steht der Begriff der ?Negation?
im Zentrum, womit Orlando zeigt, wie Literatur verdrängte Inhalte in einer gesellschaftlich akzeptierten Form ausdrückt. Es bietet einen systematischen Ansatz zur Analyse der Beziehung zwischen literarischer Form und psychischen Prozessen.