Faserland ist ein einflussreicher Roman der deutschen Popliteratur, der eine Reise von Norden nach Süden durch Deutschland beschreibt. Der namenlose Erzähler reist von Sylt bis nach Zürich und besucht dabei verschiedene Partys der wohlhabenden Oberschicht. Dabei reflektiert er auf distanzierte und
oft angewiderte Weise über die Oberflächlichkeit, den Konsum und die Dekadenz der 1990er Jahre. Die Reise endet schliesslich in der Schweiz, wo die Suche nach Sinn und Identität einen melancholischen Abschluss findet.
Oskar steht vor dem Ende: Sein legendärer Club in Hamburg-St. Pauli soll pünktlich zum neuen Jahr abgerissen werden. In einer letzten, exzessiven Silvesternacht versucht er, sich gegen Geldeintreiber, Liebeschaos und die herannahenden Abrissbirnen zu behaupten. Der Roman zeichnet ein pulsierendes
Bild der Hamburger Kiez-Kultur und fängt das Lebensgefühl einer ganzen Generation zwischen Rausch und Melancholie ein. Tino Hanekamp schuf mit diesem Werk eine mitreissende Ode an das Nachtleben und die Vergänglichkeit.