In einem österreichischen Elite-Internat erlebt der junge Törless eine tiefgreifende moralische und sexuelle Krise. Er beobachtet mitleidlos die Misshandlung eines Mitschülers durch seine Freunde und gerät dabei in einen Strudel aus sadistischen Machtspielen und innerer Zerrissenheit. Musils Erstlingswerk
analysiert meisterhaft die Abgründe der menschlichen Psyche und die Instabilität moralischer Werte am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte dient als scharfsinnige Parabel auf die Entstehung totalitärer Strukturen.