List und Tücke
Autor: Carol Emilio Gadda
Verlag: Wagenbach
Deutsch
5.00 CHF
ISBN: 978-3-8031-1232-2
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Gerne, hier ist eine Beschreibung des Buches "List und Tücke" von Carlo Emilio Gadda, erschienen im Verlag Klaus Wagenbach:

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**Titel:** List und Tücke
**Autor:** Carlo Emilio Gadda (bitte Korrektur des Namens von "Carol" zu "Carlo" Emilio Gadda beachten!)
**Verlag:** Klaus Wagenbach
**ISBN:** 978-3-8031-1232-2
**Originaltitel:** Quer Pasticciaccio Brutto de Via Merulana (1957)

**Beschreibung:**

"List und Tücke" ist das **Hauptwerk** des italienischen Schriftstellers **Carlo Emilio Gadda** (1893-1973) und gilt als eines der bedeutendsten und radikalsten Werke der italienischen Moderne. Obwohl es oft als **Kriminalroman** bezeichnet wird, sprengt es die Grenzen des Genres bei Weitem und ist vielmehr ein **polyfones, sprachlich virtuoses und tiefgründiges Porträt des menschlichen Chaos und der Ungreifbarkeit der Realität.**

**Zum Inhalt:**
Die Handlung setzt im **faschistischen Rom des Jahres 1927** ein. Der charmante und philosophierende **Inspektor Francesco Ingravallo** wird mit zwei rätselhaften Verbrechen in einem Mietshaus in der Via Merulana konfrontiert: einem Einbruch und kurz darauf dem brutalen Mord an der wohlhabenden Gräfin Liliana Balducci. Ingravallo, der an die Verstrickung und Verwobenheit aller Dinge glaubt (seine "philosophie del pasticciaccio" - die Philosophie des Durcheinanders), taucht in die Ermittlungen ein, die sich jedoch zunehmend verzweigen und verkomplizieren. Jeder Befragte, jeder Zeuge, jede Spur führt in ein Dickicht aus Lügen, Gerüchten, Klatsch und persönlichen Geheimnissen, die die Auflösung des Falles scheinbar unmöglich machen.

**Zu Gadda's Stil und Sprache:**
Was "List und Tücke" zu einem einzigartigen und herausfordernden Leseerlebnis macht, ist Gadda's **revolutionärer Sprachstil**. Er erschafft ein **barockes, polyglottes und fragmentarisches Sprachgewebe**, das sich über alle literarischen Konventionen hinwegsetzt. Gadda mischt:
* **verschiedenste italienische Dialekte** (insbesondere den römischen und den milanesischen)
* **technische Fachsprache**
* **philosophische Reflexionen**
* **poetische Passagen**
* **vulgäre Ausdrücke**
* **neologistische Wortschöpfungen**
Der Erzählfluss ist oft **mäandernd, sprunghaft und von zahlreichen Abschweifungen durchzogen**, die Einblicke in die psychologischen Hintergründe der Charaktere, gesellschaftliche Zustände oder Gadda's eigene Weltsicht geben. Diese Sprachvielfalt und Detailverliebtheit spiegelt Gadda's zentrale These wider: dass die Welt ein unüberschaubares "Pasticciaccio" (ein Durcheinander, ein Tohuwabohu) ist, in dem die Wahrheit nur fragmentarisch und verzerrt erscheint.

**Themen:**
Der Roman ist eine tiefgründige Reflexion über die **Natur des Chaos, die Relativität der Wahrheit, die menschliche Torheit und die Unfähigkeit, die Welt in ihrer Gesamtheit zu erfassen**. Die Kriminalgeschichte dient dabei als Katalysator, um eine **Gesellschaftsanalyse** des faschistischen Italien und eine **existenzielle Suche nach Sinn** in einer zerrütteten Welt zu entfalten.

**Fazit:**
"List und Tücke" ist kein einfacher Roman, sondern ein **literarisches Experiment und ein Sprachkunstwerk**, das seine Leser herausfordert und reich belohnt. Es gilt als **Meisterwerk der modernen Literatur** und als ein Höhepunkt in Gadda's Schaffen. Für Liebhaber anspruchsvoller, sprachlich innovativer Prosa und jene, die sich gerne auf ein intellektuelles Abenteuer einlassen, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Die Ausgabe des Klaus Wagenbach Verlags ist bekannt für ihre sorgfältige und hochwertige Übersetzung, die der Komplexität des Originals gerecht wir