Ekkehard Eickhoffs monumentales Werk **»Bücher Macht und Sendung«**, erschienen im renommierten **Klett-Cotta Verlag**, ist eine umfassende und tiefgehende Darstellung der **deutschen Verlagsgeschichte vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart**.
Das Buch ist weit mehr als eine blosse Chronik der Buchproduktion; es beleuchtet die Rolle des Verlagswesens und der Bücher nicht nur als wirtschaftliches und kulturelles Phänomen, sondern vor allem als **entscheidenden politischen und gesellschaftlichen Faktor**. Eickhoff analysiert akribisch, wie Bücher und Verlage die öffentliche Meinung, nationale Identität und intellektuelle Debatten in verschiedenen Epochen prägten:
* **Von der Aufklärung bis zum Vormärz:** Wie Bücher zur Verbreitung neuer Ideen beitrugen und die Grundlagen für politische und soziale Umwälzungen legten.
* **Kaiserreich und Weimarer Republik:** Die Rolle der Verlage bei der Formung des Nationalbewusstseins, aber auch bei der Etablierung moderner Literatur und kritischer Geister.
* **Nationalsozialismus:** Eine schonungslose Analyse der Gleichschaltung, Zensur, Propaganda und des intellektuellen Widerstands im Buchwesen.
* **Nachkriegszeit und geteiltes Deutschland:** Der Wiederaufbau der Verlagswelt in Ost und West und ihre unterschiedlichen Wege unter ideologischen Vorzeichen.
Der Autor legt ein besonderes Augenmerk auf die **Biografien bedeutender Verlegerpersönlichkeiten** und die Entwicklung massgeblicher Verlagshäuser (wie Cotta selbst, Reclam, S. Fischer, Insel, Suhrkamp, und viele andere). Er zeigt auf, dass diese Verleger oft mehr waren als reine Geschäftsinhaber - sie waren Kulturstifter, politische Akteure und Wegbereiter intellektueller Strömungen.
»Bücher Macht und Sendung« behandelt Themen wie Zensur, Propaganda, die ökonomischen Rahmenbedingungen des Buchmarktes, die Wechselwirkungen zwischen Literatur, Politik und Gesellschaft sowie die Bedeutung von Buchmessen und Verlegerverbänden.
Es ist somit ein **Standardwerk der Mediengeschichte und Kulturgeschichte Deutschlands**, das aufzeigt, wie Bücher als Träger von Ideen und Ideologien entscheidend zur Formung des deutschen Geistes und der deutschen Geschichte beigetragen haben. Eickhoffs Arbeit ist eine akribisch recherchierte und fundierte Analyse, die die komplexe und oft widersprüchliche Beziehung zwischen dem geschriebenen Wort, seiner Macht und seiner Sendung über Jahrhunderte hinweg ergründe